Landesregierung sichert Fachhochschule Kärnten ab

 

LH Kaiser: Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung schafft Planungssicherheit für FHs - Kooperationen mit führenden Industriebetrieben und Silicon Austria Labs - Kärnten will an Spitze der Forschungsregionen Europas

 

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser legt in der Regierungssitzung kommenden Dienstag die neue Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung mit der Fachhochschule Kärnten zum Beschluss vor. Die bisherige Fördervereinbarung war auf die Dauer von fünf Jahren ausgelegt und läuft mit Ende dieses Jahres aus. Die am Dienstag zu beschließende neue Vereinbarung läuft von 1.1.2019 bis 31.12. 2023 mit einem jährlichen Budgetrahmen von rund 7,8 Mio. Euro. Der fixe Sockelbetrag des Landes für die FH Kärnten beträgt jährlich rund 4 Mio. Euro, der Landesbeitrag für die Studenten beläuft sich jährlich auf rund 3,8 Mio. Euro.

"Mit der langfristigen Fördervereinbarung wird die Zusammenarbeit mit der FH nicht nur auf eine solide Basis gestellt, sondern erhält die FH Kärnten damit auch insgesamt eine höhere Planungssicherheit und geht neue Wege, qualifizierte Ausbildungsmöglichkeiten in den Regionen zu schaffen", erklärt Kaiser heute, Samstag. Die Mittel des Landes werden für die Schwerpunkte Technik, Wirtschaft sowie Gesundheit & Soziales gewährt. Die Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung wurde in Zusammenarbeit mit der FH entwickelt. Das Land unterstützt damit die Erhaltung und Weiterentwicklung in Lehre, Forschung und Dienstleistung.

"Das Land ist zu Recht stolz auf seine vielfältigen Bildungs- und Ausbildungsangebote. In diesem Kanon spielt auch die Fachhochschule eine immer wichtigere Rolle. Abgestimmt mit zum Beispiel dem Angebot der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, aber genauso auf aktuelle sowie zukünftige An- und Herausforderungen von Wirtschaft und Industrie, hat sich die FH insbesondere in den letzten Jahren beständig weiterentwickelt. Die steigende Zahl an Studierenden zeigt, dass die FH auf dem richtigen Weg ist", betont Kaiser.

Als wesentliches Ziel verfolgt das Land mit der neuen Fördervereinbarung den Ausbau der Kooperationsmöglichkeiten der FH Kärnten mit führenden Industriebetrieben und der Silicon Austria Labs (SAL) Initiative, deren Vertrag erst kürzlich im August im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche von LHStv.in Gaby Schaunig unterzeichnet wurde. Die FH Kärnten wird es in diesen Kooperationen, Studierenden ermöglichen, in Unterkärnten und Oberkärnten Lehrveranstaltungen der FH Kärnten vor Ort zu besuchen, ohne jedoch neue Standorte zu errichten.

Weitere klare Leistungsziele in der Vereinbarung zwischen Land und FH sind beispielsweise die Kooperationen mit Schulen und Forschungseinrichtungen wie zum Beispiel mit Lakeside-Labs, dem HTC Villach oder der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Bei der Silicon Austria Labs Initiative handelt es sich um einen hunderte Millionen schweren Forschungsverbund von Bund, den Ländern Steiermark, Oberösterreich und Kärnten sowie dem Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. Das Ziel Kärntens: Das Land mit dieser Initiative an die Spitze der Forschungsregionen Europas zu bringen. Von Bund und Ländern fließen bis 2023 insgesamt 140 Millionen Euro in die Labs, die Elektronikindustrie verdoppelt diesen Betrag. Das Land Kärnten beteiligt sich in den ersten fünf Jahren mit insgesamt 28,75 Millionen Euro an den Labs, wobei die Hälfte dieses Beitrags als Sachleistung über die Einbringung der Carinthian Tech Research in Villach erbracht wird.

Die Fachhochschule Kärnten - gemeinnützige Privatstiftung hat im Studienjahr 2017/18 insgesamt 35 Studiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Gesundheit/Soziales angeboten. Derzeit studieren 2.095 Studierende an der FH Kärnten. Darüber hinaus erfolgen durch die FH Kärnten zahlreiche Projekte im Bereich der angewandten Forschung mit Unternehmen und Betrieben in der Region. Die Finanzierung setzt sich aus Beiträgen des Bundes, des Landes Kärnten, der Standortgemeinden und sonstigen Einnahmen, wie Studiengebühren, Weiterbildungslehrgänge oder Auftragsforschung, zusammen.

(LPD, Foto: FH Villach)

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