Sportreferenten: Bundeseinheitliche Haftungsbedingungen bei Sportveranstaltungen

 

Landessportreferentenkonferenz in Innsbruck: LH Kaiser für verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern bei Großprojekten - bundeseinheitliche Lösung in Haftungsfragen - intensive Kooperation bei Sport für Kinder

 

In Innsbruck fand kürzlich, am Freitag, die Konferenz der Landessportreferenten im Beisein von LH Peter Kaiser statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Sport Strategie Austria, die Förderung der Nachwuchsleistungssportmodelle sowie das Bewegungsverhalten der Jugend.
"Vor allem in Hinblick auf die Durchführung von Großprojekten und Großveranstaltungen soll die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern verstärkt werden. Das haben wir heute einstimmig beschlossen", berichtet LH Kaiser direkt von der Konferenz. So sollen Veranstalter bundesrelevanter Großveranstaltungen dementsprechend künftig bei Förderanfragen mit dem Bund ebenso Kontakt aufnehmen wie mit dem jeweiligen Land.

"Ein besonderes Anliegen war mir die bundesweite Thematisierung der Haftungsfragen im Sportbereich. Wir brauchen eine einheitliche Lösung. Hier müssen Justiz- und Sportministerium aktiv werden. Auch diesbezüglich haben wir heute einen Beschluss gefasst", so Kaiser weiter. Immer wieder stelle die Frage der Haftung Veranstalter, Gemeinden, Städte aber auch Teilnehmer von Sportveranstaltungen vor große Herausforderungen. Damit große Sportveranstaltungen, die auch für das Tourismusland wesentlich sind, weiterhin durchgeführt werden können, müssen bundeseinheitliche Lösungen erarbeitet werden.

Eine durchgängige und qualitativ hochwertige und vor allem langfristige Ausbildung des österreichischen Schulsportleistungsmodelles liegt im nationalen Interesse, da sie auch die Basis für jeden sportlichen Erfolg darstellt. Deshalb haben die Sportreferenten der Länder heute auch beschlossen, dass der Bund die Förderrichtlinien mit den Ländern abstimmt und eine Optimierung erfolgt. "Sinnvoll ist es, wenn die Bundesfinanzierung schon ein Jahr im Voraus gegeben ist, um gerade in der Nachwuchsarbeit Planungssicherheit herzustellen", ist Kaiser überzeugt. Konkret könnte bereits im 2. Quartal eines Jahres die Fördervereinbarung für das folgende Jahr abgeschlossen werden. Derzeit leistet der Bund eine A-conto-Zahlung, die Genehmigung der Förderung erfolgt jedoch erst im laufenden Jahr. In diesem Zusammenhang werde nun auch die Harmonisierung der einzelnen Institutionen, wie z.B. dem Olympiazentrum, dem Heeressportleistungszentrum und der Schulsportleistungsmodelle, angestrebt.

Auch die Bewegung und Sportlichkeit der Kinder und Jugendlichen war Thema der Landessportreferenten. Die beiden Initiativen "Kinder gesund bewegen" und "Tägliche Sport- und Bewegungssicherheit", die parallel laufen, sollen künftig zusammengefasst werden, um die Effizienz zu steigern. "Kinder gesund bewegen" betrifft vor allem die Kids in Kindergärten und Volksschulen, um in Kooperationen mit den Sportvereinen der Bewegungsarmut entgegen zu treten. Die Initiative "Tägliche Sport- und Bewegungssicherheit" betrifft die öffentlichen Pflichtschulen und sichert den Sport und die Bewegung in den Schulen. "Wir haben heute im Rahmen der Konferenz beschlossen, diese beiden Initiativen zusammenzufassen und das Sportministerium soll mit dem Gesundheitsministerium gemeinsam an einem bundeweiten Vorgehen arbeiten. Wichtig ist, dass für unsere Kinder und Jugendlichen sportliche Aktivitäten und Bewegung selbstverständlich werden", sagt Kaiser.

Laut einer Studie der Bundessportorganisation (BSO) sind in Kärnten knapp 28 % der Bevölkerung Mitglieder in Sportvereinen. "Unser Bundesland liegt damit am 3. Platz im Bundesländervergleich. Zudem sind die Kärntnerinnen und Kärntner die aktivsten in Sportvereinen in ganz Österreich!", berichtet Kaiser aus der Studie. Damit werde Kärnten nicht nur seinem Ruf als Sportland gerecht, sondern kommen viele Spitzensportler in unterschiedlichsten Disziplinen immer wieder aus Kärnten, begeistern die Fans und sind Vorbilder für den Nachwuchs.

(Aussendung LPD, Foto: Büro Kaiser)

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