Sport

Manu probiert’s aus : Aikido – lerne zu spüren

 

Ein freundlicher Raum, ausgelegt mit weichen Matten, lichtdurchflutet, Holz, das Wärme vermittelt….. An der Wand hängt ein Bild und jeder, der den Raum betritt, begrüsst den Mann am Foto knieend mit einer Verbeugung. Wir sind alle barfuss. Alle Kursteilnehmer tragen weisse Jacken und weisse Hosen. Es sieht sehr elegant aus. Ich hab das leider nicht gewusst und steche mit meinem schwarzen Outfit daher etwas aus der Reihe. Typisch! Aber jetzt ärgern bringt nichts. Als sich einige Kursteilnehmer eine Art dunklen Rock umbinden, falle ich nicht mehr ganz so sehr auf. Schwer zu sagen, ist es wirklich ein Rock, ist es eine Schürze, ist es eine Hose? Ich habe mir erklären lassen, dass man diesen Hakama, so heisst das Bekleidungsstück, ab einem gewissen Ausbildungsstand bekommt. Sinn und Zweck dieser schwer wirkenden Bekleidung ist sowohl Bein-, als auch Sichtschutz, damit der Gegner nicht gleich aufgrund meiner Beinstellung erkennen kann, welchen nächsten Schritt zur Verteidigung bzw. zum Angriff ich plane.

Angriff, Verteidigung, Gegner….. das alles klingt nach Kampf, klingt nach Gewalt, aber die Stunde fühlt sich ganz anders an. Was für mich ganz stark rüberkommt, ist das Spüren, sich selbst spüren, den Gegner spüren, die Erdung spüren, bei sich zu sein. Und was noch dazukommt ist dieser Friede, diese Eleganz. Jede Bewegung, jede Verteidigung, alles sieht so aus, als würde man sagen wollen: „Ich vergebe Dir.“ und ganz nebenbei aber legt man den Angreifer auf die Matte. Aber nicht gewaltsam, sondern weich, geschmeidig. Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen, man muss es fühlen. Es fühlt sich alles sanft, friedlich und nach Geborgenheit an. Schon beim Aufwärmen die Bewegungen, beim Dehnen, dann beim am Boden Abrollen. Alles ist so weich, elegant, überlegt, langsam, friedlich. Es sind immer die gleichen Wörter, die mir durch den Kopf gehen, die gleichen Gefühle, die gleichen Empfindungen. Aikido ist Harmonie. Angreifer und Gegner sind wie eine Brücke miteinander verbunden, die nicht starr, sondern geschmeidig und elastisch ist. Man fühlt den Boden, fühlt, wie die Füsse Kontakt mit dem Boden haben, fühlt den Gegner, fühlt den Kontakt zu ihm. Man lernt alles anders wahrzunehmen.

In dem Raum herrscht Respekt, Achtung, Disziplin, aber alles auf eine Weise, wie man es selten wo spürt. Was den Raum nämlich ausfüllt ist auch eine Art von Liebe und Energie, die einfach unbeschreiblich ist.

Um Aikido zu machen musst Du kein Spitzenathlet sein, auch nicht sonderlich sportlich oder gedehnt. Du solltest nur offen sein und Zeit mitbringen, Zeit um erleben zu können, wie es Dich verändert. Dein Alter spielt dabei keine Rolle. Egal ob Schüler, Jugendlicher, Erwachsener oder Rentner. Es ist nie zu spät etwas zu lernen. Aikido habe ich in meiner Probestunde körperlich nicht sehr anstrengend empfunden, die Bewegungen sind langsam und überlegt. Sportlich gesehen ist es für mich, eine ruhige, fast besinnliche Art von Bewegung. Nichts desto trotz, man lernt Rollen, man lernt Koordination, man lernt Gleichgewichtsübungen. Es ist Aufwärmen dabei, Dehnung, an gewissen Tagen auch Waffentraining, also es wird auch nicht langweilig. Aber ich habe es so empfunden, dass Dir die Zeit gegeben wird, die Du brauchst um soweit zu sein, und egal was und wieviel Du machst, Deine Fitness geistig und körperlich wächst, wenn Du etwas regelmässig machst.

Das „IN bewegung“ in Landskron ist für mich ein kleiner Geheimtipp. Aber schau selbst vorbei und probier es aus. Sei offen für Neues.

Ausprobiert bei: IN bewegung Landskron, Ossiacherstrasse 93
Kosten: gratis Probetraining
Erwachsene: Euro 45,00/Monat
Schüler/Studenten: Euro 35,00/Monat
Kinder: Euro 25,00/Monat

(Aussendung X-Do.at, Foto: x-do.at)

Letzte Änderung am Sonntag, 29 Juli 2018 07:00
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